{"id":21,"date":"2016-03-29T10:49:22","date_gmt":"2016-03-29T08:49:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hrc-muenster.de\/wordpress\/?page_id=21"},"modified":"2016-06-05T15:53:56","modified_gmt":"2016-06-05T13:53:56","slug":"ueber-uns","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hrc-muenster.de\/wordpress\/ueber-uns\/","title":{"rendered":"\u00dcber uns"},"content":{"rendered":"<h2>Der Anfang<\/h2>\n<div class=\"sidepicture\"><\/div>\n<p><b>Der Heinkel-Roller-Club M\u00fcnster<br \/>\n<\/b><br \/>\nDie Gr\u00fcndung des Heinkel-Roller-Clubs M\u00fcnster geht eigentlich in das Jahr 1958 zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Ein paar junge M\u00fcnsteraner \u2013 ehedem Mitglieder des Lambretta-Clubs \u2013 hatten sich die st\u00e4rkeren Heinkel-Touristen der Firma Heinkel zugelegt.<\/p>\n<p>Mit dem Heinkelroller und den 175 cm\u00b3; Viertaktmaschinen waren Reisen \u00fcber das Wochenende bis zum Bodensee machbare Touren. Zudem hatte die Firma Heinkel das Clubleben als guten Werbetr\u00e4ger entdeckt und f\u00f6rderte die neu entstehenden Clubs. Einige Mitglieder, die bereits \u00fcber ein entsprechendes Einkommen verf\u00fcgten, hatten sich neue Touristen zugelegt, f\u00fcr immerhin stolze <b>1.980,00 DM<\/b> (ein gebrauchter K\u00e4fer war daf\u00fcr auch schon zu haben). Anderen, die gerade ihre Handwerkslehre beendet hatten, blieb nur der Gebrauchtrollermarkt. Z. B.: Ein gebrauchter Kickstarterroller f\u00fcr 300,00 DM &#8211; noch ohne die f\u00fcr den Heinkel der neuen Generation typischen Elektrostartanlage.<\/p>\n<p>Nach kurzen Anlaufproblemen bl\u00fchte das Clubleben aber auch in M\u00fcnster kr\u00e4ftig auf. Alle vier Wochen gab es einen Clubabend, bei dem die Ausfahrten und Aktivit\u00e4ten besprochen wurden. Die von der Werbeabteilung des Heinkelwerkes herausgegebene Kundenzeitschrift <b>\u201eHeinkel-Nachrichten\u201c<\/b> wurde den Clubs zur Information \u00fcber Technikfragen, Ank\u00fcndigungen von Veranstaltungen und viel Wissenswertes zur Verf\u00fcgung gestellt. Die ebenfalls vom Heinkelwerk gegr\u00fcndete IHCU (Internationale-Heinkel-Club-Union) mit seinem Leiter Kurt Hacker aus Stuttgart k\u00fcmmerte sich um die motorsportlichen Angelegenheiten \u2013 wie die deutschen Meisterschaften im Heinkel-Trial \u2013 (Leiter Florian Bauer in D\u00fcsseldorf) und den Meisterschaften im Geschicklichkeitsfahren (Leiter Walter Grundmann in Koblenz).<\/p>\n<p>Neben dem Geselligen im HRCM \u2013 wie den Gemeinschaftsausfahrten und diversen Festen \u2013 zun\u00e4chst im Clublokal \u201eEngelschanze\u201c und sp\u00e4ter im \u201eGasthof Neemann\u201c, entdeckten die M\u00fcnsteraner auch sportlichen Ehrgeiz. Da man das Panzer\u00fcbungsgel\u00e4nde Handorf vor der Haust\u00fcr hatte, ging es zweimal in der Woche zum Training ins Gel\u00e4nde. Dieser Einsatz sollte schon bald Fr\u00fcchte tragen. Neben vielen Erst- und Zweiplacierungen war der Lohn in 1961 der Titel <b>\u201eDeutscher Mannschaftsvizemeister im Heinkeltrial\u201c<\/b> Die den Endl\u00e4ufen vorausgegangenen Meisterschaftsvorl\u00e4ufe wurden ausgetragen z.B. in St\u00e4dten wie: Amsterdam, Berlin, Sittard\/Holland, Stuttgart, Kopenhagen, Konstanz und vielen anderen St\u00e4dten. Bei den Jahrestreffen, unterst\u00fctzt vom Heinkel-Werk, kamen bis zu 600 Roller. Ein Meisterschaftsvorlauf 1963 im Trial wurde in M\u00fcnster in einer Sandgrube auf der Geist ausgetragen. Das zum Treffen geh\u00f6rige Fest fand im Hof zur Linde in Handorf statt.<\/p>\n<p>Die Bl\u00fctezeit erlebte der Club von 1959 bis 1964. Danach wurde ein Mitglied nach dem anderen fahnenfl\u00fcchtig und steckte seinen Kopf lieber unter ein Blechdach, als in einen Sturzhelm. Auch unsere ehemaligen Freundinnen und inzwischen Ehefrauen waren f\u00fcr den Sinneswandel nicht ganz unschuldig. Der Sinn stand den jungen M\u00e4nnern aber auch nach anderen Dingen, wie Familiengr\u00fcndung, Studium, H\u00e4uslebau, um nur einiges zu nennen. Das letzte Mal trafen sich die Mitglieder des alten Heinkel-Clubs ca. im Sommer 1965. Es treffen sich aber auch heute noch nach 53 Jahren ein paar alte Herren des alten Heinkel-Clubs; aber nicht um \u00fcber Roller zu fachsimpeln, sondern in gem\u00fctlicher Runde zu kegeln.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Der Neuanfang<\/h2>\n<div class=\"sidepicture\">\n<p class=\"sidepicturetext\">Gruppenfoto vor dem Rathaus M\u00fcnster<\/p>\n<\/div>\n<p>Nachdem sich in Deutschland im Jahre 1983 ca. 200 gestandene M\u00e4nner, darunter einige Altheinkler \u2013 daran machten, den Heinkel-Club \u2013 Deutschland zu gr\u00fcnden, regte sich auch in M\u00fcnster wieder etwas. In M\u00fcnster waren es nicht die Altheinkler, die die Initiative ergriffen, sondern wieder junge M\u00fcnsteraner. Sie hatten die Heinkelfahrzeuge nur als Kind erlebt und waren von der Technik der von 1954 bis 1963 gebauten Fahrzeuge begeistert. Es war nicht nur die Form der Fahrzeuge, sondern auch der besondere Sound des Viertaktmotors, der sie elektrisierte. Man verabredete sich im Sommer 1986 und gr\u00fcndete den Heinkel-Club- M\u00fcnster. Von dem Vorleben des Heinkel-Clubs-M\u00fcnster war den jungen Leuten so gut wie nichts bekannt. Fortan traf man sich alle vier Wochen im \u201eFeldschl\u00f6\u00dfchen\u201c auf der Sentruper H\u00f6he. So langsam nach und nach lie\u00dfen sich auch einige Altheinkler im Feldschl\u00f6\u00dfchen blicken und erz\u00e4hlten von den gro\u00dfen vergangenen Zeiten. Immer mehr \u00e4ltere Heinkelfahrer \u2013 einige mit alter Heinkelvergangenheit oder auch \u00e4ltere Herren, die sich dieses Fahrzeug fr\u00fcher nicht leisten konnten \u2013 kamen in den neu gegr\u00fcndeten Club. Das Clubleben bekam seinen zweiten Fr\u00fchling. Da ein Clubmitglied in Diensten des Bischofs von M\u00fcnster stand, wurde dem Heinkel-Club-M\u00fcnster erlaubt, alle zwei Jahre ein <b>\u201eAbheinkeln\u201c<\/b> auf dem Gel\u00e4nde des <i>\u201eZ\u00f6libads\u201c<\/i> an der Annette-von-Droste-H\u00fclshoff-Allee auszurichten. Bei diesen kleinen regionalen Treffen kamen bis zu 100 Personen mit bis zu 80 Heinkel-Fahrzeugen zusammen. Die G\u00e4ste, die aus Hamburg, Holland, \u00fcber Westerwald bis zum Allg\u00e4u kamen, waren stets von dem besonderen Flair M\u00fcnsters und der Gastfreundschaft begeistert.<\/p>\n<p>Fester Bestandteil bis heute ist die Teilnahme der Clubmitglieder an den Jahrestreffen des Heinkel-Clubs-Deutschland, der inzwischen mit \u00fcber 4.000 Mitgliedern der gr\u00f6\u00dfte markengebundene Oldtimerclub Europas ist.<\/p>\n<p>Im Jahre 1994 organisierte der Heinkel-Club-Rheine zusammen mit dem Heinkel-Club-M\u00fcnster das Jahrestreffen in Salzbergen. Den ca. 600 Teilnehmern d\u00fcrfte das Treffen noch in guter Erinnerung sein.<\/p>\n<p>Seit dem Jahre 1991 macht eine Gruppe des HRCM aus Havixbeck jedes Jahr eine mehrt\u00e4gige Tour auf Rollerachse. So wurden u.a. Ziele wie: Berlin, R\u00fcgen, M\u00fcnsters Partnerstadt M\u00fchlhausen, Holland, die Eifel und viele andere Ziele, zuletzt in 2011 die Mosel angesteuert. Immer dabei die Clubwimpel am Fahrzeug mit dem stilisierten M\u00fcnsterschen Rathaus. Seit einiger Zeit unternimmt eine Gruppe aus Senden und Umgebung ebenfalls mehrt\u00e4gige Touren.<\/p>\n<p>Um das Hobby \u201eHeinkel-Oldtimer\u201c einem breiten Publikum n\u00e4her zu bringen ist der HRCM auch auf diversen Messen vertreten. Angefangen hat alles mit einigen kleinen Fahrzeugmessen in M\u00fcnster und gipfelte mit dem dreimaligen Ausrichten des Heinkelstandes (mit Unterst\u00fctzung des Heinkel-Clubs-Deutschland) in 2008, 2009, 2010 auf der weltgr\u00f6\u00dften Oldtimermesse, der <b>\u201eTechno-Classic\u201c<\/b> in Essen. Highlight in 2010 war der Besuch des Fernsehkochs Horst Lichter auf dem Messestand.<\/p>\n<p>Vor ein paar Jahren haben sich einige Veranstaltungsorte f\u00fcr den HRCM ge\u00e4ndert. Das Clublokal \u201eFeldschl\u00f6\u00dfchen\u201c wurde abgerissen. Als neuer Versammlungsort <b>(jeden zweiten Freitag im Monat um 19:00 Uhr)<\/b> wurde die Gastst\u00e4tte <b>\u201eSontheimer\u201c<\/b> <b>in M\u00fcnster Ortsteil Albachten<\/b> gefunden. Leider kamen wir mit der Philosophie des Wirtes nicht zurecht und wechselten nach <b><i>B\u00f6sensell in die Gastst\u00e4tte &#8222;Zur Krone&#8220;<\/i><\/b>!<\/p>\n<p>Zum Abheinkeln konnte wegen einer Nutzungs\u00e4nderung des Gel\u00e4nde des <i>\u201eZ\u00f6libads\u201c<\/i> in M\u00fcnster nicht mehr genutzt werden und fand daher bereits mehrfach in Havixbeck bei M\u00fcnster statt. Die Stammtischabende sind stets gut besucht und von den ca. 30 Mitgliedern finden sich regelm\u00e4\u00dfig ca. 20 bis 25 Heinkler zum Fachsimpeln ein.<\/p>\n<p>Der Einzugsbereich des HRCM hat sich gegen\u00fcber der Zeit von 1958 bis 1964 deutlich ver\u00e4ndert. Waren es damals vorwiegend M\u00fcnsteraner oder aus dem n\u00e4heren Umland, so kommen die Rollerfreunde heute aus bis zu 70 km Entfernung von Marl bis Saerbeck und von Telgte bis L\u00fcnen. Auch die Anzahl der Fahrzeuge hat sich gegen\u00fcber der Altheinkelzeit deutlich ver\u00e4ndert. Besa\u00df fr\u00fcher jedes Clubmitglied einen Heinkelroller, so stehen heute in mancher Garage von zwei bis f\u00fcnf restaurierte Schmuckst\u00fccke.<\/p>\n<p>Bei einem Punkt gibt es aber Parallelen zum alten Heinkel-Club. Von den Gr\u00fcndungsmitgliedern ist inzwischen niemand mehr dabei, wegen Familie, Beruf, Zeit etc.<\/p>\n<p>Wie in vielen Vereinen, ist die Altersstruktur nicht befriedigend. So reicht das Alter der Mitglieder von 42 bis 78 Jahre.<\/p>\n<p>Das Jahr 2011 ist nun f\u00fcr den HRCM ein besonderes Datum. Schon 25 Jahre ist der Heinkel-Roller-Club M\u00fcnster wieder als Club mit seinen Fahrzeugen auf Achse. H\u00e4tten die Altheinkler eine nicht so lange Pause eingelegt (wie haben sie das nur so lange ausgehalten?) w\u00e4re der HRCM bereits 53 Jahre alt. Dieses Jubil\u00e4um muss nat\u00fcrlich geb\u00fchrend gefeiert werden. Was bietet sich da besser an, als eine alte ehemalige Traktorenfabrik \u2013 heute das Schleppermuseum Altenberge, K\u00fcmper 110<\/p>\n<p>Text: Hermann N.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Anfang Der Heinkel-Roller-Club M\u00fcnster Die Gr\u00fcndung des Heinkel-Roller-Clubs M\u00fcnster geht eigentlich in das Jahr 1958 zur\u00fcck. Ein paar junge M\u00fcnsteraner \u2013 ehedem Mitglieder des Lambretta-Clubs \u2013 hatten sich die st\u00e4rkeren Heinkel-Touristen der Firma Heinkel zugelegt. Mit dem Heinkelroller und den 175 cm\u00b3; Viertaktmaschinen waren Reisen \u00fcber das Wochenende bis zum Bodensee machbare Touren. 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